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Deniz Temel/Constantin Film Verleih, Feilitzschstr. 6, 80802 München, Tel 089-44 44 60-0, E-Mail deniz.temel@constantin-film.deDiesen Film bewerten
Jochen Epstein (Mario Adorf) wird nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Die Haftstrafe, die er wegen Mordes verbüßen musste, hat aus ihm einen verbitterten Menschen werden lassen. Plötzlich erscheint vor ihm eine Frau, von der er überzeugt war, dass sie vor knapp sechzig Jahren im Konzentrationslager ermordet wurde. Diese Begegnung löst in ihm eine emotionale Bilderflut der Erinnerungen aus, die an einen zehn Jahre zurückliegenden Weihnachtsabend zurückführen, und in einer anderen schicksalhaften Begegnung kulminieren.
Rückblick, Mitte der 1980er: Bei einem Weihnachtsgottesdienst, Epstein und einer seiner besten Freunde, Adam Rose (Bruno Ganz), sind durch Zufall zugegen und erblicken eine Gestalt, die sie in die Tiefen ihrer Vergangenheit verbannt sahen. Der seit seiner Errettung aus dem KZ stark traumatisierte Adam glaubt plötzlich in dem Priester Groll (Günter Lamprecht) an der Kanzel den skrupellosen SS-Schergen Giesser wiederzuerkennen. Adam – der nie die Hoffnung aufgegeben hat, seine im KZ verlorengegangene Jugendfreundin Hannah eines Tages wiederzusehen – ist wie besessen davon, die Wahrheit zu erfahren. Am nächsten Morgen steht Adam wieder vor der Kirche und hat die Pistole seines Bruders dabei, um notfalls mit Folter hinter die wahre Identität des Priesters zu kommen. In einer überstürzten Aktion kommt es schließlich zum letzten espräch
zwischen Epstein, Adam, seinem Bruder Karl Rose (Otto Tausig) und dem Mann, der die drei Freunde vor fünfzig Jahren gefoltert haben könnte.
„Epsteins Nacht hat auch nichts mit einem pädagogischen Schuldgeschichtsstunden-Film gemein (…). Dass Egger die überragenden Schauspieler Adorf, Lamprecht, Ganz und Tausig zur Verfügung standen, macht den Film zu einem Erlebnis.“
(A. Prechtel, Abendzeitung)
Über den Regisseur
Der Schweizer Regisseur Urs Egger (* 1955) ist vor allem als Fernsehregisseur in Erscheinung getreten. Zwischen 1974 und 1977 als Filmkorrespondent in Los Angeles tätig, absolvierte er dort auch eine Regie-Ausbildung. Für seine Fernseharbeit mit namhaften deutschsprachigen Schauspielern ist er bereits mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. Bereits 1985 arbeitete Egger mit Mario Adorf zusammen, damals noch als Regieassistent von Tom Toelle bei der Literaturverfilmung VIA MALA. Epsteins Nacht ist sein bisher dritter Kinofilm.

(2 Bewertungen, durchschnittlich: 4.5 von 5)


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