Am Tag als der Regen kam

1959, 89 Minuten
Do 17:30 Uhr, CineStar 7

Regie Gerd Oswald Darsteller Gert Fröbe, Elke Sommer, Christian Wolff, Conny Collins und Mario Adorf Kamera Karl Löb Buch Gerd Oswald, Heinz Oskar Wuttig, Will Berthold Musik Martin Böttcher Produktion Artur Brauner, Alfa Film

Kontakt

Marleen Dyett/CCC-Filmkunst, Kleine Eiswerderstr. 14, 13599 Berlin (Spandau), Tel 030-3 23 06 21, Fax 030-32 30 62 22, E-Mail mhd@ccc-film.de

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West-Berlin in der Nachkriegszeit. Der rauhe Werner (Mario Adorf) ist Anführer einer Gang, die die Stadt mit ihren Verbrechen erschüttert. Autodiebstähle, Einbrüche und bewaffnete Überfalle sind das Tagesgeschäft der „Schwarzen Panther“. Als Werner seinen neuen Coup plant und Robert (Christian Wolff) aus der Bande austreten will, um mit der schönen Inge ein bürgerliches Leben zu führen, kommt es zur Entscheidung: Robert nimmt Kontakt mit einem Polizisten auf, der um seine Aussteigerpläne weiß.

Doch auch Werner will aufhören. Die moralischen Bedenken seines schwerkranken Vaters (Gert Fröbe), einst ein angesehener Arzt, finden endlich Gehör beim Sohn. Als der letzte Coup der Bande über die Bühne gehen soll, läuft alles schief, und ein Sündenbock ist schnell gefunden.

Lose basierend auf der Geschichte der realen (Münchner) „Pantherbande“ erzählt Exil-Regisseur Gerd Oswald die Geschichte einer Gruppe jugendlicher Gangster, die auf ihre Weise einen Teil vom Wirtschaftswunder abbekommen wollen. Der am amerikanischen B-Film geschulte Filmemacher inszenierte den Film mit unsentimentalen Blick als „Zeitstück im kantigen Schwarzweiß“, als schwarzen Krimi zwischen Wiederaufbau und Ruinen. Die Darstellung des autoritär-diabolischen Gangsterbosses markierte Mario Adorfs erste Zusammenarbeit mit dem Berliner Produzenten Artur Brauner.

„Der ganze Film ist von einer Sparsamkeit der Szenen, von der man wünschte, daß sie sich stilbildend erweise (…). Er nähert sich damit französischen Vorbildern dieses Genres in ihrer Echtheit von Milieu und Atmosphäre. Brillante Kameraarbeit: Karl Löb.“ (F.A.Z. 1959)

Über den Regisseur

Gerd Oswald (1919 in Berlin – 1989 in Los Angeles) war Sohn eines der großen Unterhaltungsregisseure der Weimar Zeit, Richard Oswald, und assistierte seinem Vater schon in frühen Jahren. 1938 geht er in die USA und arbeitet als Regieassistent für mehrere Billig-Produktionen, ab 1942 Zusammenarbeit u. a. mit Billy Wilder, William Dieterle und Cecil B. DeMille in den verschiedensten Positionen. Der Noir-Thriller A KISS BEFORE DYING (1956) wird seine erste Regiearbeit, weitere Genre-Filme festigen seinen Ruf als routinierter Regisseur. Ende der 1950er kehrt er kurzzeitig nach Deutschland zurück und dreht u. a. AM TAG ALS DER REGEN KAM und DIE SCHACHNOVELLE, danach erneute Rückkehr in die USA, wo er zahlreiche Episoden für Fernsehserien (u.a. BONANZA, STAR TREK) inszeniert.

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