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Peter Schamoni Filmproduktion, Mauerkircherstraße 184, 81925 München Tel. 089-98 84 15 Fax 089-9884-19 E-Mail Peter@Schamoni.deDiesen Film bewerten
Der junge Robert Schumann (Herbert Grönemeyer) beendet sein Jurastudium, um der „Paganini des Klaviers“ zu werden. Er begibt sich in die Schule und Obhut des Leipziger Instrumentenhändlers und Musikpädagogen Friedrich Wieck (Rolf Hoppe), der ihn auch eine Zeit lang bei sich wohnen lässt. Dort lernt er dessen hochbegabte Tochter Clara (Nastassja Kinski) kennen. Sie bereist schon in Kinderjahren mit dem geschäftstüchtig planenden Vater Deutschland und Europa und wird in den gehobenen Gesellschaften als Wunderkind am Klavier gefeiert. Robert und Clara, inzwischen eine junge Frau, verlieben sich, der Vater unterbindet die Beziehung. Schließlich sehen sich beide gezwungen, vor Gericht die Erlaubnis für eine Heirat zu erstreiten.
Mit FRÜHLINGSSINFONIE drehte Peter Schamoni seinen vierten Spielfilm, der als Verfilmung einer Künstlerbiografie gleichzeitig über Schamonis dokumentarisches Bedürfnis Auskunft gibt. Schamoni fokussiert wenige „himmelstürmend traurige Jahre aus dem Leben Schumanns“ (F. Luft). Nicht ausschließlich traurig – aber immer leidenschaftlich: Schumann in der Liebe zu Clara, Clara in der Liebe zum Vater und Robert – alle drei in der Liebe zur Musik. Neben Herbert Grönemeyer stellen vor allem Rolf Hoppe als Friedrich Wieck und Nastassia Kinski als Clara Schumann ihr schauspielerisches Talent unter Beweis: Er durch sein ruhiges, nahezu unbewegtes Gesicht, auf dem dennoch größte Bewegung zu herrschen scheint, und sie schlicht und ergreifend durch ihr strahlen von innen heraus – sonnengleich. Kein Pathos, sondern lebendige Ernsthaftigkeit der Gefühle. Friedrich Luft schrieb über den Film: “Er klingt wirklich.”
FRÜHLINGSSINFONIE ist auch als kulturpolitische Leistung zu würdigen: Der Film wurde mit Unterstützung der DEFA an Originalschauplätzen in der damaligen DDR verwirklicht und gewann den Bayerischen Filmpreis für die Beste Regie 1983 sowie im selben Jahr das Filmband in Gold für die Beste darstellerische Leistung (N. Kinski).




Jürgen | 13.11.2008 um 10:07 Uhr | Permalink
Eine beeindruckende Performance von Herbert Grönemeyer als Robert Schuhmann. Man fragt sich, warum wir ihn heutzutage nicht auch auf der Leinwand sehen!
Und Peter Schamoni hat einen amüsanten Cameo-Auftritt!
f.d.n.tavares | 13.11.2008 um 12:19 Uhr | Permalink
Interessante Frage für nach dem Film:
In drei seiner Spielfilme hat Peter Schamoni Cameo-Auftritte: Potato Fritz, Frühlingssinfonie, Caspar David Friedrich. In seinen Dokumentarfilmen hingegen entzieht er sich bewusst dem Kamera-Blick, ja, jeder potenzielle Raum der Selbstinszenierung, wie sie Miachel Moore groß gemacht hat, wird vermieden. Warum diese fast schon diametral zu nennende Positionen: Integration in die Fiktion und Distanz zur Realität?