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GALAVORSTELLUNG IN ANWESENHEIT DES FILMEMACHERS
Mit dem für seine Darstellung üppiger Menschen und Skulpturen weltbekannten, kolumbianischen Maler und Bildhauer Fernando Botero verbindet den deutschen Filmregisseur Peter Schamoni eine langjährige Freundschaft. Zu Boteros 75. Geburtstag im vergangenen Jahr hat Schamoni dem Ausnahmekünstler und dessen reichem Oeuvre ein filmisches Denkmal gesetzt. Im bewährten Stil seiner früheren Künstlerdokumentationen begleitet Schamonis aktuellstes Filmporträt Botero zu den Präsentationen seiner Werke auf der ganzen Welt, zeigt ihn aber auch in intimen Momenten, wenn er z. B. über seinen bei einem Unfall verstorbenen Sohn erzählt, oder wenn er mit ihm gemeinsam sein altes, wegen einem schrecklichen Überfall seit Jahren verlassenes Atelier in Kolumbien wieder besucht.
Ein farbenfroher, üppiger Bilderbogen – von Boteros Anfängen Ende der 1950er bis in die Jetztzeit – über einen nur vermeintlich naiven Künstler, der sich mit politischen Statements nicht zurückhält und z.B. mit seinen Bildern über den Folter-Skandal im Abu-Ghuraib-Gefängnis im Jahr 2005 für Aufsehen sorgte. Scheinbar mühelos gelingt Peter Schamoni der Spagat zwischen Werkschau, Künstlerbiografie und einem Porträt des Künstlers. Mit Botero – Geboren in Medellin hat Peter Schamoni einen politisch-künstlerischen Dokumentarfilm jenseits der gängigen Kolumbien-Klischees gedreht. Der Film lädt jeden Kunstinteressierten ein, Boteros Werk (er)neu(t) zu entdecken. Mario Adorf, der schon bei Schamonis „Majestäten brauchen Sonne“ den Kommentar gesprochen hat, verleiht Botero seine deutsche Stimme.





Richard | 13.11.2008 um 10:12 Uhr | Permalink
Ich bin gespannt, ob nicht vielleicht auch Mario Adorf das Festival mit einem Kurzbesuch beehrt. Immerhin spricht er ja hier das Voice-Over!
Kerstin | 13.11.2008 um 16:56 Uhr | Permalink
Ein wirklich beeindruckender Film! Ein Bilderrausch voller Farben und Formen und tolle Kunstwerke - gerade in unserer heutigen Zeit, die durch wahnhafte Körperideale geprägt wird. Muss man auf der großen Leinwand sehen. Und das Sahnehäubchen ist natürlich, dass der Regisseur anwesend ist und uns hautnah von dem faszinierenden Fernando Botero erzählen kann.