Slumming

Winter in Wien. Sebastian und Alex sind reich, arrogant und respektlos. Sie haben Spaß daran, Menschen zu manipulieren und sind deshalb immer auf der Suche nach einem schwachen Charakter, mit dem sie ihr bösartiges Spiel treiben können. Ihr neuestes Opfer ist Kallmann, ein verwahrloster Dichter und Säufer, der lautstark durch die Stadt zieht, seinen Hass auf die Welt hinausbrüllt und erfolglos versucht, seine Gedichte zu verkaufen.

Nachdem er sich bewusstlos gesoffen hat, wird er von Sebastian und Alex ins Auto gepackt und nach Tschechien verfrachtet. Dort überlassen sie ihn seinem Schicksal, ohne Pass und ohne Geld. Sebastians Freundin Pia findet das überhaupt nicht komisch und begibt sich auf den Weg, Kallmann zu retten. Was als Sozialdrama beginnt, erhält mehr und mehr märchenhafte Züge.

Böse und zynisch porträtiert Glawogger in dieser galligen Komödie die menschlichen Abgründe einer egoistischen Wohlstandsgesellschaft.

Auszeichnungen

  • Offizieller Wettbewerbsbeitrag der Berlinale 2006
  • Sabam-Preis für das beste Szenario beim Flanders International Film Festival in Gent 2006
  • Thomas-Pluch-Drehbuchpreis Diagonale 2006
  • Preis für Beste Regie beim Internationalen Filmfestival Palic 2006

Über den Regisseur

Der auf Dokumentationen spezialisierte Österreicher MICHAEL GLAWOGGER (zuletzt WORKINGMAN\'S DEATH) wurde 1959 in Graz / Österreich geboren und studierte am San Francisco Art Institute und an der Filmakademie Wien. Er arbeitet heute als Regisseur und Autor in Wien. SLUMMING ist seine zweite Spielfilmarbeit.

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