Der sechsjährige Paul leidet unter der sogenannten „Mondscheinkrankheit“, das heißt, seine Haut besitzt keinen natürlichen Schutz gegen Sonnenlicht. Und so darf er das abgedunkelte Haus tagsüber nicht verlassen. Seine einzige Verbündete ist seine große Schwester Lisa: Gemeinsam erfinden sie abenteuerliche Weltraum-Geschichten, in denen sich Paul als außerirdischer Raumschiffkapitän auf die Erde verirrt hat.
Ihre fantastischen Reisen treten sie immer zu zweit an, bis plötzlich etwas Unvorhergesehenes passiert: Lisa verliebt sich in Simon. Paul, der befürchtet, seine Schwester an eine Außenwelt zu verlieren, die er nicht betreten darf, versucht alles, um Simon zu vergraulen. Gleichzeitig fallen ihm immer neue Möglichkeiten ein, wie er die ihm gesetzten Grenzen überschreiten kann.
Ein wunderschön erzähltes Märchen, das mit Leichtigkeit und sensiblem Ernst ein schwieriges Thema angeht. Bezaubernde Bilder, liebevolle Ausstattung und fulminante Musik machen den Film zu einem fantastischen Erlebnis.
Auszeichnung
- Publikumspreis beim Max Ophüls Preis 2006
In Anwesenheit der Regisseurin Manuela Stacke.
Über den Regisseur
MANUELA STACKE wurde 1970 in Heidelberg geboren. Von 1991 bis 1995 studierte sie Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Erlangen und Frankfurt a. M. und zog 1996 nach München, um dort an der HFF Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik zu belegen. 2003 bis 2004 arbeitete sie als Regieassistentin am Berliner Ensemble bei George Tabori, Peter Zadek und Rolf Krieg. MONDSCHEINKINDER ist Manuela Stackes Abschlussfilm an der Filmhochschule.



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