White Star

Moody steht am Anfang seiner Musikerkarriere als Star des Synthie-Pop, voll und ganz hinter ihm sein Vollblut-Musikproduzent Ken Barlow. Der ist nicht nur fanatischer Freund, Vaterfigur und finanzieller Lebensberater, sondern auch in der Lage, seinen Schützling skrupellos einer Horde randalierender Punks vorzusetzen, nur um Publicity und Image zu pushen und die Marketingmaschinerie anzuwerfen.

Denn er weiß: Nicht die Musik, sondern die Medien machen den Star. Bald redet jeder von diesem neuen Talent mit der Platte „White Star“, so wie es der Musikmanager wollte. Der Rhythmus wird immer schneller. Kontrollverlust ist die Folge und die Dinge beginnen, eine eigene Dynamik zu entwickeln, bis auch der Zuschauer sich fragen muss: „Future or No Future?“

Der wirkliche Mittelpunkt des Films ist Dennis Hopper, der seinen Ken Barlow ganz und gar ausgeflippt spielt – er war gerade in der Hochphase seines Kokainkonsums, exzessiv und völlig hemmungslos. Klick hatte alle Hände voll zu tun, ihn halbwegs einzudämmen – doch da waren auch noch finanzielle Probleme, Produzenten sprangen von dem Projekt ab, und schon vor Drehbeginn war Klick mit einer Million Mark verschuldet…� Aber gerade mit dieser Mischung aus extremen Regiebedingungen und zügellosen schauspielerischen Leistungen gelingt Klick eine außergewöhnliche und hochgradig intensive Tragik-Satire. Eine Tour de Force durch Medienrummel und Staröffentlichkeit, angesiedelt im Berlin der frühen Achtziger. Nicht nur die Musik rockt, auch der Film. Roland Klick: „Der Film hat immer noch Überdruck, weil eigentlich nur alle tollen Szenen gedreht worden sind, aber alle Szenen, die auch zu einem Film gehören, die ruhigen, nicht.“

Auszeichnungen

  • Deutscher Filmpreis 1984 für die Produktion

In Anwesenheit des Regisseurs Roland Klick.

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