Sein Lebenskarussell dreht sich um das Komponieren von Chansons, Bordellbesuche, Pfandflaschen sammeln und Aufenthalte in der Psychiatrie. Was den Münchener Überlebenskünstler Tobias am Leben hält, ist die Suche nach einer Frau. Und es sind seine Lieder, die er auf dem ihm verbliebenen Klavier komponieren kann, da es zu schwer für den Abtransport ins Pfandleihhaus war.
Wenn Tobi seine Geschichten erzählt, dann lässt das Thema „Huren und Bordellbesuche” nicht lange auf sich warten. Der ständige „Pornotalk” aber lässt die Durchschnittsfrau schnell vor Tobi Reißaus nehmen. Von seiner Mutter will der angehende Vierziger nicht länger bevormundet werden und der Vater existiert nur auf einem eingerissenen Foto aus den 60er Jahren.
Das mitreißende Portrait des Außenseiters Tobias legt die tieferen Schichten eines Menschen frei und zwingt den Zuschauer, sich den eigenen Vorurteilen zu stellen.
Auszeichnungen
- Avid Support Award (Dok.Fest München)
Über den Regisseur
MARTIN HANS SCHMITT studierte Dokumentarfilm an der Filmhochschule in München. Seit 2003 arbeitet er für die Ludwig-Maximilians-Universität München in der Herstellung von Forschungs- und Lehrfilmen. Daneben ist er freier Regisseur, Kameramann und Produzent für 3D-Real- und Dokumentarfilme.



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